Nach langer Zeit endlich wieder ein Eintrag! Ich musste bei der Arbeit ein Projekt zu Ende bringen, so dass ich die letzten beiden Wochen viel zu viel gearbeitet habe und viel zu wenig Zeit für anderes hatte… Aber ich habe das Projekt und sogar den Abschlussbericht rechzeitig fertiggestellt, wow!
Heute werde ich ein wenig darüber schreiben, was in der Stadt so los war. Dann gibt es in einem nächsten Beitrag auch einiges über unsere Hausprojekte zu berichten und in einem dritten Beitrag werde ich euch erzählen, was ich inzwischen so alles über die Geschichte des Hauses herausgefunden habe.
Vor zwei Wochenenden fand hier die Attraktion des Jahres statt, das Schützenfest. Nun ja, wir wir alle wissen, sind Schützenfeste auf dem Dorf (auch wenn dieses eine Stadt ist…) traditionell wichtige Ereignisse, der hiesige Schützenverein blickt auf eine 500-jährige Tradition zurück.
Als ich an jenem Freitag vor dem Schützenfest von der Arbeit nach Hause kam, sah ich von Weitem irgendwelches Grünzeug vor unserem Haus liegen. Erst dachte ich, die Müllmänner hätten vielleicht die „Grüne Tonne“ umgekippt, denn es war Abfuhrtag. Aber beim genaueren Hinsehen bemerkte ich, dass es sich um die oberen Hälften ganzer Birken handelte! Nun gut, was würdet ihr denken, wenn ihr halbe Bäume vor eurem Haus vorfinden würdet, die am selben Morgen offensichtlich noch nicht dort waren!?! Ich schaute die Strasse rauf und runter und merkte, dass vor allen Häusern dieses Grünzeug stand. Ich folgte ihrem Beispiel und stellte die Bäume auf, auch wenn sie doppelt so gross waren wie ich! Aber ich muss zugeben, es sah wirklich nett aus:
Später habe ich herausgefunden, dass die Freiwillige Feuerwehr die Birken verteilt hatte. Und am Montag nach dem Fest wurden sie wieder eingesammelt und verschwanden spurlos
Was gibt es sonst zum Schützenfest zu sagen? Am Samstag zog der Spielmannszug zusammen mit Vertretern verschiedener Vereine durch die Stadt.
Und am Sonntag morgen wurden wir um sieben Uhr durch den erneut durch die Strassen ziehenden Spielmannszug geweckt. Und natürlich gab es einen kleinen Rummel mit Schiessstand, Kinderkarussell, Zuckerwatte und Bratwürsten. Ich besuchte das alles mit meinem kleinen Patenkind. Sie hat zum ersten Mal bei uns geschlafen und meinte: „Das ist das Haus des friedlichen Schlafs“. Ich liebe die Weisheit von Fünfjährigen!
Am letzten Wochenende fand dann ein Flohmarkt statt – die gesamte Innenstadt war deshalb für den Verkehr gesperrt. Wir hatten auch einen Stand und versuchten, ein bisschen von unserem Kram loszuwerden. Es war wirklich lustig dort zu sitzen, mit den Nachbarn den einen oder anderen Schwatz abzuhalten und sogar ein bisschen Geld zu verdienen.
Und last but not least, hier noch ein bisschen mehr aus eigener Produktion…
Ich habe leckeren Holunder-Gelee gekocht!